Profile der Mitglieder

Bargmann, Tobias

Abschluss und Anbindung

  • 1. Staatsexamen Lehramt Gymnasium
  • Doktorand an der Europa Universität "Viadrina" Frankfurt/Oder

Kontakt: tobiasbargmann@gmail.com

Internet: Viadrina

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Literatur und Kultur im 20. Jahrhundert

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Der Morgen (1925-1938)
  • Julius Goldstein
  • Eva Reichmann-Jungmann

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Der Morgen (1925-1938). Ein geistiges Forum des deutschen Judentums
Typ: Promotion

Abstract
In meinem Promotionsvorhaben widme ich mich einer zentralen Leerstelle in den Geschichten deutsch-jüdischer Literatur- und Kulturgeschichte: der von Julius Goldstein gegründeten Zeitschrift "Der Morgen", die von April 1925 bis November 1938 (112 Hefte) im Berliner Philo-Verlag erschien. Meine Arbeit unternimmt dabei erstmals den Versuch, die Geschichte des "Morgen" in seiner Gesamtheit und auf Basis umfangreicher Archivquellen zu rekonstruieren und zentrale Aspekte dieser Geschichte anhand literarhistorischer Fallstudien zu untersuchen.
Die Themenbereiche der Studie reichen von der Entstehungsgeschichte des "Morgen", über sein Verhältnis zum C.V. und seine Rolle innerhalb der jüdischen Presse der 1920er / 1930er Jahre bis hin zu seiner Eigenschaft als ein literarisches Forum des deutschen Judentums (um nur einige zu nennen). Mit fast 200 Autorinnen und Autoren, die hier ihre literarischen Texte veröffentlichten (darunter Julius Bab, Margarete Susman, Jakob Picard, Nelly Sachs, Jakob Wassermann, Karl Wolfskehl und Franz Kafka, aber auch literarische Newcomer wie Leo Hirsch, Mala Laaser und Max Samter), erweist sich "Der Morgen" besonders für die literarhistorische Forschung als ergiebig.

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Behrendt, Marie Ch.

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • Doktorandin an der Universität Potsdam

Kontakt: maribehr@uni-potsdam.de

Internet: Uni Potsdam

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • deutsch-jüdische Nachkriegsgeschichte als Geschichte deutscher Juden in der Emigration sowie als Geschichte der Juden in Deutschland
  • Geschichte des Antisemitismus in Pommern
  • Migrationsgeschichte, Schwerpunkt: Remigration
  • Quellen und Methoden der Geschichtswissenschaft, Schwerpunkt: Zeitschriftenauswertung

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Organisationskultur des Centralvereins
  • Nichtjuden im und für den Centralverein
  • Zusammenarbeit von Landesverbänden und Zentrale
  • C.V.-Zeitung als Vorbild für deutsch-jüdische Nachkriegspresse

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: 23 Jahre im Leben des E. G. Lowenthal. Eine Rückkehrbiographie
Typ: Monographie

Abstract
Ernst Gottfried Lowenthal (1904-1994) arbeitete ab 1929 in der Berliner C.V.-Zentrale; erst als Assistent, später als Mitherausgeber der C.V.-Zeitung. Im Jahr 1939 flüchtete Lowenthal nach London, wo er gemeinsam mit anderen C.V.ern Strukturen deutsch-jüdischer Selbstverwaltung aufbaute. 1946 beteiligte sich Lowenthal in der Jewish Relief Unit am Hilfseinsatz für jüdische Überlebende im besetzten Deutschland. Danach kehrte Lowenthal nie wieder dauerhaft nach London zurück. Obwohl englischer Staatsbürger und in London gemeldet, arbeitete der Journalist und Sozialarbeiter ausschließlich in Deutschland. Bis zu seiner offiziellen Remigration im Jahr 1969 führte Lowenthal ein hochmobiles Leben. 23 Jahre bereiste er Europa und die Welt und pendelte regelmäßig zwischen Deutschland und England.
In meiner Untersuchung gehe ich Lowenthals Zwischen-Dasein auf die Spur. Da Lowenthal seine mobile Lebensführung zum Aushängeschild machte und sich als Bindeglied zwischen dem neuen deutschen Judentum in der Bundesrepublik und dem geografisch verstreuten, Weimarer Judentum verstanden wissen wollte, interpretiere ich seine Teilremigration u.a. als Strategie, sich als internationaler Akteur in der deutsch-jüdischen Nachkriegscommunity zu behaupten.

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Brechenmacher, Thomas

Abschluss und Anbindung

  • Prof. Dr.
  • Universität Potsdam

Kontakt: thomas.brechenmacher@uni-potsdam.de

Internet: Uni Potsdam

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsche und Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Deutsch-jüdische und europäisch-jüdische Geschichte der Neuzeit, insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Geschichte des politischen Katholizismus und des Kirchenstaates
  • Kirchliche Zeitgeschichte
  • Geschichte der Historiographie des 19. und 20. Jahrhunderts; Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Bruno Blau (1881-1954) - ein deutsch-jüdisches Leben
Typ: Monographie im Erscheinen (2018)

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Denz, Rebekka

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • Doktorandin an der Freien Universität Berlin

Kontakt: denz@centralverein.net

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Jüdische Frauen- und Geschlechterforschung
  • Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
  • Ländliches Judentum (in Franken)
  • Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund (Bund)
  • Moderne

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Frauen im Centralverein in der Zwischenkriegszeit
  • Der Centralverein der Zwischenkriegszeit

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Bürgerlich, jüdisch, weiblich. Frauen im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1918-1938)
Typ: Promotion (verteidigt im November 2016)

Abstract
Die Studie befasst sich mit dem Wirken, der Wirkung und der (Selbst-)Organisation von Frauen im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V.). Untersucht wurden jene markanten Themenfelder, die sich bei der Durchsicht der Quellen als Arbeitsschwerpunkte von Frauen in diesem Verein herauskristallisierten. So betätigten sie sich schwerpunktmäßig im Pressewesen der Organisation, in den C.V.-Frauengruppen und definierten das Verhältnis zur größten deutsch-jüdischen Frauenorganisation, dem Jüdischen Frauenbund. Der C.V. als größte jüdische Organisation seiner Zeit war für weite Teile der deutschen Jüdinnen und Juden meinungsbildend. Frauen im Verein arbeiteten gemeinsam mit anderen Frauen ebenso wie mit Männern für ihre Überzeugung: Die positive Verbindung von Deutschtum und Judentum sowie für den Kampf gegen Antisemitismus. Sie erschufen mit dem Centralverein ein wichtiges Element des deutschjüdischen Kultursystems vor der Shoah.

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Dietrich, Christian

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

Kontakt: chdietrich@europa-uni.de

Internet: Viadrina

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Geschichte sozialer Bewegungen (insbesondere der Arbeiterbewegung)
  • Geschichte des Zionismus
  • Geschichte der deutschen Juden

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Selbstbeschreibungsdebatten im Centralverein bis 1914
  • Politische Kooperationen zwischen Centralverein und SPD im Kampf gegen den Antisemitismus

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Zwischen Republikschutz und Außenpolitik. Antisemitismus und Zionismus in der Sozialdemokratie und der Labour-Party zwischen 1917 und 1930/31
Typ: Habilitationsprojekt

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Falksohn, Howard

Abschluss und Anbindung

  • M.A. Dipl. Arch.
  • The Wiener Library for the Study of the Holocaust & Genocide

Kontakt: hfalksohn@wienerlibrary.co.uk

Internet: The Wiener Library

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Collection interests include Jewish life in Europe up to and including the Third Reich

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Archivist - The Wiener Library for the Study of the Holocaust & Genocide
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Gempp-Friedrich, Tilmann

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • Goethe-Universität, Frankfurt, Martin Buber-Professur

Kontakt: gempp-friedrich@centralverein.net

Internet: Uni Frankfurt

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Kultur im 19. und 20. Jahrhundert
  • Zionismus
  • Religiöse Aspekte im europäischen Nationalismus
  • Wissenschaftsgeschichte
  • Deutsch-jüdische Literaturgeschichte

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Deutsch-jüdische Kultur im 19. und 20. Jahrhundert
  • Zionismus - Centralverein

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Biologische Identität im Judentum der Weimarer Republik
Typ: Promotion

Abstract
Das Promotionsvorhaben setzt sich mit den unterschiedlichen Rezeptionen von biologistischen Vorstelllungen im deutschen Judentum der Weimarer Republik auseinander. Dabei soll analysiert werden, wie sich damalige, als gesichert geltende, Wissensbestände der Biologie, Medizin, Anthropologie, der Vererbungslehre und Hygienik auf die Identitätskonzepte und Gruppenrepräsentation im Sinne von Identitätsangeboten auswirkten. War es den Zionisten durchaus im Sinne ihrer eigenen Argumentation möglich, affirmativ mit den damit verbundenen Vorstellungen einer jüdischen Rasse umzugehen, wurde diese Vorstellung den dem C.V. nahestehenden Integrationisten gefährlich. Durch die Betonung einer Andersartigkeit, eines biologisch-nicht-deutsch-Seins, konnte sie immer auch den gesellschaftlichen Ausschluss bedeuten. In dem Projekt soll analysiert werden, wie die unterschiedlichen Antworten auf diese biologisch determinierte Gruppenidentität ausfielen und zu welchen Konflikten das führte. Der Analyse zu Grunde liegt die Auswertung der Publikationen der für mich wichtigen jüdischen Verbände, zum einen des Centralvereins und zum anderen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland.

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Hamann, David

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • FU Berlin, Friedrich Meinecke-Institut

Kontakt: david.hamann@recherche-dienste.de

Internet: Recherche-Dienste

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Neuere und neueste deutsche Geschichte
  • Jüdische Geschichte
  • Migrationsgeschichte mit dem Schwerpunkt jüdische Migrationsgeschichte des 19. und frühen 20. Jh.
  • Wissenschaftsgeschichte

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Geschichte der jüdischen Wohlfahrt im Dt. Kaiserreich
  • Der Hilfsverein der deutschen Juden
  • Deutschsprachige Zionismen

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Der Hilfsverein der deutschen Juden
Typ: Promotion

Abstract
Die Dissertation widmet sich dem 1901 maßgeblich von Paul Nathan (1857-1927) initiierten, transnational agierenden "Hilfsvereins der deutschen Juden". Der Hilfsverein avancierte bis 1914 zu einem der größten und erfolgreichsten jüdischen Wohlfahrtsvereine der Welt und stellt den institutionellen Abschluss einer mehr als zwanzigjährigen Professionalisierung des jüdischen Engagements für osteuropäische Juden aus Russland, Rumänien und Galizien dar. Er koordinierte und finanzierte maßgeblich ihren Transit in die USA und baute parallel ein umfangreiches Bildungswerk für die Juden in Palästina auf. Von zentraler Bedeutung ist die Darstellung der Zusammenhänge zwischen deutsch-jüdischer Identität, deutsch-jüdischem Engagement gegen den Antisemitismus und organisierter osteuropäischer jüdischer Migration. Zu diesem Zweck kombiniert die Dissertation eine kontextualisierte Biographie Paul Nathans mit einer Institutionengeschichte des Hilfsvereins, was eine transnationale Sichtweise auf den europäischen und globalen Charakter der organisierten jüdischen Migration aus Osteuropa durch Deutschland in die USA und nach Palästina garantiert, und den Fokus ebenso auf die Entwicklungen der Abwehrarbeit in Deutschland lenkt. Paul Nathan ist innerhalb der Geschichte der jüdischen Abwehrarbeit, der jüdischen Migrationsgeschichte sowie in der Historiographie des deutschsprachigen Judentums ein bedeutender Protagonist, der bisher nur wenig Beachtung gefunden hat. Darüber hinaus werden auch Konflikte und Widersprüche des "deutschen" Hilfsvereins gegenüber zeitgenössischen Strömungen wie den Zionismen Beachtung finden.

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Jünger, David

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • University of Sussex, Brighton, UK

Kontakt: juenger.david@yahoo.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Geschichte 1919-1945
  • Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust
  • Amerikanisch-jüdische Geschichte nach 1933
  • Moderne Europäische Geschichte

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Jüdische Reaktionen auf Nationalsozialismus 1919-1938
  • Jüdische Emigration aus Deutschland 1929-1938
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Krah, Franziska

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • Leibniz-Institut für Europäische Geschichte

Kontakt: krah@ieg-mainz.de

Internet: IEG-Mainz

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Intellectual History/Wissenschaftsgeschichte
  • Antisemitismusforschung
  • Verflechtungsgeschichte
  • Biographieforschung

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Geschichte des deutsch-jüdischen Abwehrkampfes
  • Pioniere der Antisemitismusforschung in Deutschland 1900-1933
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Kreutzmüller, Christoph

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • Jüdisches Museum Berlin

Kontakt: c.kreutzmueller@jmberlin.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Nationalsozialistische Judenverfolgung
  • Wirtschaftsgeschichte
  • Fotogeschichte

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin
  • Reaktionen auf NS-Verfolgung
  • Werbung in "jüdischen" Zeitungen - u.a. der CV-Zeitung

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Katastrophe. Die Reaktion der Juden auf die NS-Verfolgung
Typ: Dauerausstellung

Abstract
In der neuen Dauerausstellung sollen die Reaktionen der Juden in Deutschland auf die Verfolgung im Zentrum stehen. Der CV spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle.

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Liepach, Martin

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • Pädagogisches Zentrum Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt

Kontakt: martin.liepach@stadt-frankfurt.de

Internet: Pädagogisches Zentrum

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte
  • Lehreraus- und fortbildung
  • Lernen an außerschulischen Orten (z.B. Museen)
  • Schulbuchforschung

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Politische Orientierung des C.V.
  • Abwehrarbeit
  • Verhältnis Centralverein - Zionismus

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Darstellung des Centralvereins in der neuen Dauerausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt.
Typ: Kuratorische Arbeit

Abstract
Neben der Frage der Darstellung und Rolle des Centralsvereins in der Abteilung "Abwehr gegen den Antisemitismus" geht es mittelfristig um die Erstellung von Materialien, die Einblick in die Aktivitäten des Centralvereins geben und von verschiedenen Gruppen der Bildungsarbeit (schulisch & außerschulisch) genutzt werden können.

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Nicolai, Johann

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.

Kontakt: johnicolai@gmx.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsches Judentum im 19. und 20. Jahrhundert
  • Jüdische Minderheit in Osteuropa während des Ersten Weltkriegs
  • Antisemitismus in Osteuropa
  • Zionismus

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • C.V. im Nationalsozialismus
  • C.V.-Mitglieder im Exil
  • C.V. im Ersten Weltkrieg und die Aufarbeitung des jüdischen Kriegsengagements für Deutschland

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: „Seid mutig und aufrecht!“ – Das Ende des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens 1933-1938
Typ: Promotion (abgeschlossen)

Abstract
Johann Nicolai analysiert in diesem Band unter Auswertung der Moskauer Archivbestände die Entwicklung des »Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens« von 1933 bis zu seiner Auflösung im Jahr 1938. Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie der Centralverein die Fortsetzung seiner Arbeit gegenüber seinen Mitgliedern begründete, obwohl im Nationalsozialismus die grundlegenden Bürgerrechte für die deutschen Juden, die er ursprünglich verteidigen wollte, nicht mehr gewährleistet waren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wandlung des Centralvereins nach den Nürnberger Gesetzen und der darauf erfolgten Umbenennung und Umstrukturierung. Wesentlicher Bestandteil ist auch die Auseinandersetzung mit der jüdischen Emigration nach Übersee. Nicolai zeigt auf, dass es bis tief in die 1930er-Jahre hinein starke Spannungen im deutschen Judentum gab.

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Panwitz, Sebastian

Abschluss und Anbindung

  • Dr. phil.
  • Mendelssohn-Gesellschaft

Kontakt: sebastian@panwitz.de

Internet: www.panwitz.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Berliner Judentum
  • Wirtschaftsbürgertum
  • Großfamilie Mendelssohn
  • Vereinsgeschichte
  • deutsch-russische/sowjetische Beziehungen

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Berliner jüdische Vereine
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Peaceman, Hannah

Abschluss und Anbindung

  • MSc Philosophy of the Social Sciences 2014; M.A. Philosophie 2016
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Weber-Kolleg Erfurt

Kontakt: Hannah.peaceman@uni-erfurt.de

Internet: Max-Weber-Kolleg

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Politische Philosophie und Sozialphilosophie
  • Jüdische Philosophie
  • Feministische Philosophie

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Constantin Brunner

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Jüdische politische Philosophie im 19. Jahrhundert und bis zur Shoah in der deutschsprachigen Diaspora
Typ: Promotion

Abstract
Constantin Brunner und der Centralverein spielen für meine Dissertation am Rande eine Rolle. Insbesondere interessieren mich seine philosophischen Werke als Beiträge zu einer jüdischen politischen Philosophie.

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Rohland, Eva

Abschluss und Anbindung

  • Zweites Staatsexamen
  • FU Berlin

Kontakt: eva.rohland@gmail.com

Internet: FU Berlin

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Historisches Lernen
  • Geschichtskultur
  • Historische Bildungsforschung

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Heinemann Sterns Verhältnis zum Centralverein als seiner "politischen Heimat"
  • "Angriff und Abwehr" (1924)
  • "Warum sind wir Deutsche (1926)

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Heinemann Stern - eine pädagogische Biographie
Typ: Promotion

Abstract
Der deutsch-jüdische Pädagoge Heinemann Stern (1878-1954) war bis zu seiner Emigration 1941 nach Brasilien engagiertes C.V. Mitglied. In den zwanziger Jahren publizierte er für den C.V. die apologetischen Streitschriften "Angriff und Abwehr" (1924) und "Warum sind wir Deutsche" (1926). Hier formuliert er die gedanklichen Grundlagen für das 1938 in Berlin herausgegebene Kompendium "Die Didaktik der jüdischen Schule". In meiner Dissertation frage ich nach den geschichtsdidaktischen sowie pädagogischen Ideen und Konzepten, die das publizistische Wirken von Heinemann Stern bestimmen.

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Sann, Sunniva

Abschluss und Anbindung

  • Bachelor-Studentin
  • Europa-Universität "Viadrina", Frankfurt/Oder

Kontakt: sunniva.zelia@gmail.com

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Jüdische Literatur zwischen 1933-1942 in Berlin

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Central-Verein Zeitung

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Mala Laaser
Typ: B.A.-Abschluss

Abstract
Mala Laaser hat in den Jahren 1934-38 mehrere Texte in der C.V.-Zeitung publiziert. Sie scheint auch redaktionell mitgearbeitet zu haben. Ich untersuche ihr Gesamtwerk in Hinblick auf Besonderheiten und ihre Konstruktion einer jüdischen Identität.

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Sarnecki, Miriam

Abschluss und Anbindung

  • Dr. theol. lic. phil.

Kontakt: miriam.sarnecki@bluewin.ch

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • C.V.
  • Berthold Auerbach (deutsch-jüdischer Schriftsteller im 19. Jahrhundert)

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Akkulturationsvorstellungen im Centralverein zwischen 1925 und 1933
  • Selbstverständnis und Selbstverortung zwischen Assimilation und Dissimilation
  • Verhältnis zu anderen deutsch-jüdischen Gemeinschaften während dieser Zeit

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Doppelte Ungleichzeitigkeit. Die C.V.-Zeitung von 1925 bis 1933 - Zeitzeugnis eines Pionierprojekts postkolonialer Akkulturation.
Typ: Promotion (Veröffentlichung in Vorbereitung)

Abstract
Akkulturationsprojekt und Selbstverständnis des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in der Zeit der ausgehenden Weimarer Republik.

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Schemann, Hendrik

Abschluss und Anbindung

  • Bachelor of Arts
  • Universität Osnabrück

Kontakt: hschemann@uni-osnabrueck.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Agency und Judentum im Nationalsozialismus
  • Holocaust
  • Emigration / Flucht und Vertreibung 1933-1945

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Agency
  • Vernetzung Jüdischer Organisationen in Berlin 1933
  • Juristisch-Wirtschaftliche Beratungsstelle des C.V.

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Jüdische Selbsthilfe im antisemitischen Staat - Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und seine juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle im Jahr 1933
Typ: B.A.-Abschluss

Abstract
Die juristische Arbeit des C.V. war stets ein wesentlicher Teil der Vereinsarbeit. War ein Schwerpunkt in der Weimarer Republik noch die Abwehr des Antisemitismus, änderte sich dies 1933 durch die nationalsozialistische Regierung. Beginnend mit dem "Judenboykott" am 1. April 1933 folgten zahlreiche juristische Maßnahmen, die das Ziel hatten der jüdischen Bevölkerung ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage zu entziehen. Aus diesem Grund wurde die bereits bestehende Juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des C.V. (JWB) ausgebaut, um die bestehenden Handlungsspielräume (Agency) der betroffenen Bevölkerung zu erkunden. Die daraus resultierenden Hilfsmaßnahmen der JWB, die sich von der Beratung bis hin zur Vertretung vor Arbeitsgerichten erstreckten, wurden mit Hilfe eines jüdischen Selbsthilfenetzwerks unter dem Zentralausschuss der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau koordiniert. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Weg zur Eingliederung und Verortung der JWB innerhalb dieses Netzwerks und ihrer praktischen Arbeit, was anhand eines praktischen Beispiels (Rudolph Karstadt AG) illustriert wird.

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Schütze, Wilma

Abschluss und Anbindung

  • Bachelor of Arts
  • HU Berlin

Kontakt: schuetze@ifz-muenchen.de

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Geschichte und Zeitgeschichte

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Weimarer Republik
  • Nationalsozialismus
  • Publizistik "Der Morgen"
  • Antisemitismusabwehr

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Die Debatte in "Der Morgen" über die Zukunft der Juden in Deutschland in den Jahren 1934/35
Typ: Masterarbeit

Abstract
Die Monatsschrift "Der Morgen" stellt eine bedeutungsvolle Quelle dar, wenn es um die Frage geht, wie führende Persönlichkeiten des Gesellschafts- und Kulturlebens der Weimarer Republik und des "Dritten Reichs" die Gefahren für die jüdische Minderheit durch die antisemitischen Kräfte von rechts einschätzten. Welche Schlussfolgerungen sie für das Leben der Jüdinnen und Juden in Deutschland nach der "Machtergreifung" zogen, soll in der Masterarbeit anhand der Debatten in der Zeitschrift nachvollzogen werden. In ihrer Rolle als Autorin und Redakteurin des "Morgen" soll Eva Reichmann als eine der Protagonistinnen der Diskussionen porträtiert werden.

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Spranger, Albrecht

Abschluss und Anbindung

  • MA
  • HU Berlin

Kontakt: albrecht.spranger@googlemail.com

Internet: HU Berlin

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Deutsch-jüdische Geschichte
  • Geschichte des Zionismus
  • Biografieforschung
  • Antisemitismusforschung
  • Israel Studies

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Verhältnis deutscher Zionisten zum Centralverein

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: "Theodor Zlocisti - Jüdische Identitätssuche zwischen Zionismus und deutschem Patriotismus"
Typ: Promotion

Abstract
Das Projekt untersucht anhand Theodor Zlocisti (1874-1943) die multiplen Zugehörigkeiten im deutschen Zionismus. Zlocisti war einer der ersten Zionisten Berlins und spielte vor allem in den Anfangsjahren eine wichtige Rolle im deutschen Zionismus. Bereits 1920 emigrierte er nach Palästina. Auf einen ersten Blick erscheint Zlocistis Biographie zielgerichtet auf die Auswanderung hinzulaufen. Schaut man jedoch genauer hin, so wird deutlich, dass seine Biographie keineswegs geradlinig verlief. Zlocisti fühlte sich verschiedenen, teils widersprüchlichen Ideen oder Gruppen zugehörig. Auch mit dem Centralverein verband ihn ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits trug Zlocisti 1912 maßgeblich zum Bruch zwischen Zionisten und Centralverein bei, andererseits arbeitete er im Kampf gegen Antisemitismus bis zu seiner Auswanderung mit dem Centralverein zusammen. Als Zugang für das Verständnis von Zlocistis Person und seiner Entwicklung sollen deshalb multiple Zugehörigkeiten in den Mittelpunkt rücken. Dabei geht die Arbeit davon aus, dass Zlocistis Leben und Wirken einen Blick auf die historische Offenheit und Widersprüchlichkeiten des deutschen Zionismus zulässt.

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Stopp, Kathrin

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Kontakt: stopp@europa-uni.de

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Deutsch-jüdische Literatur und Kultur der NS-Zeit

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Selbst-Bestimmung unter Zwang: Geschlechterdiskurse im jüdischen Kulturkreis im nationalsozialistischen Deutschland
Typ: Promotion

Abstract
Das Dissertationsprojekt widmet sich dem Wirken deutsch-jüdischer Autorinnen und Autoren nach 1933 im NS-Deutschland im Kontext der Debatten um Geschlechterverhältnisse im Judentum seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Dabei wird ein durch die nationalsozialistische Kulturpolitik schubweise ghettoisiertes jüdisches Kultursystem betrachtet, in dem die mit Prozessen einer sich verstärkenden Wiederanbindung an jüdische Religion und Tradition eng einhergehenden Fragen jüdischer Selbstbestimmung oftmals über geschlechterspezifische Definitionen und Normierungen verhandelt werden. Davon ausgehend, dass Geschlechterdifferenz nicht natürlich vorhanden ist, sondern diskursiv hervorgebracht wird, soll in der Arbeit untersucht werden, wie sich Konzeptionen von Geschlecht im Kontext damaliger Debatten um jüdische Herkunft und Zukunft entwickelten und welcher Einfluss ihnen im Kontext jüdischer Selbstbestimmungsdiskurse zwischen 1933 und 1938/43 zugesprochen werden muss. Im Zentrum der Arbeit stehen Analysen literarischer Texte und zeitgenössischer Debatten in jüdischen Zeitungen, Zeitschriften und innerhalb jüdischer Organisationen.

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Walter, Nancy

Abschluss und Anbindung

  • Master of Education (M.Ed.)
  • TU Dresden

Kontakt: nancy.walter@tu-dresden.de

Internet: TU Dresden

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Pelzhandel und osteuropäisch-jüdisches Leben um den Leipziger Brühl 1900-1933
  • Kulturalistische Wirtschaftsgeschichte
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Leipzigs

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Centralverein zur "Ostjudenfrage"
  • Felix Goldmann und die osteuropäisch-jüdische Gemeinschaft in Leipzig
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Walter, Simon

Abschluss und Anbindung

  • M.A.
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Kontakt: simon.walter@hhu.de

Internet: HHU Düsseldorf

Allgemeine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

  • Neuere und Neueste Jüdische Geschichte
  • Geschichte des deutschen Zionismus
  • Geschichte des Zionismus bis 1948

Forschungsschwerpunkte mit Bezug zum Centralverein

  • Dynamik zwischen C.V. und ZVfD
  • Auseinandersetzungen mit dem C.V. im deutschen Zionismus

Aktuelles Projekt
(Arbeits-)Titel: Die arabische Frage in der Jüdischen Rundschau
Typ: Promotion

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